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Feng Shui heute
Wenn man Heutzutage den Begriff Feng Shui verwendet, denken viele Menschen sofort an Windspiele, Flöten, Kristalle und irgendwelche Reichtumsecken. Als esoterischer Blödsinn oder gar Ersatzreligion wirdes abgetan.
Dabei hat das klassische Feng Shui mit solchen Dingen nicht das geringste zu tun. Aber wie kommt es zu diesem Missverständnis? Angefangen hat es in den Siebzigerjahren, als ein gewisser Thomas Lin Yun nach Amerika auswanderte und dort die tantrisch buddhistische Schwarzhutsekte aufbaute. Innerhalb dieser Sektenlehre verwendete er Teile des Feng Shui und baute diese in seine Sektenphilosophie ein.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus ein stark abgewandeltes Feng Shui, das in letzter Instanz die Betrachtung der Umgebung, die Himmelsrichtungen und die Zeit völlig außer Acht lies. Diese Methode ist Heute unter dem Namen Drei-Türen-Bagua bekannt.
Man muss nur den Grundriss seiner Wohnung in neun Rechtecke unterteilen und dann je nach Bedarf die Reichtums- Beziehungs- oder sonstige Eckeaktivieren. Das geschieht durch den Kauf mehr oder weniger magischer Gegenstände.
Dieses System wurde hierzulande noch einmal ordentlich durch die Kommerzmangel gedreht und wird uns nun seit Jahren durch Bücher oder Esoterikshops als Feng Shui verkauft. Erst in den letzten paar Jahren setzte sich das klassische Feng Shui mit den originalen Methoden wieder weitgehend durch.
Gerhard Zirkel
Berater für klassisches Feng Shui
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